Der Namensgeber für unser Apartmenthaus

Warum heißt unser Apartmenthaus eigentlich „Harabruck Apartments“? Die Antwort liegt direkt vor unserer Haustür: im Harabruckteich und in seiner jahrhundertealten Geschichte.

Der Harabruckteich ist weit mehr als eine schöne Wasserfläche. Er war über Jahrhunderte Lebensraum, Fischteich, Wasserspeicher und Teil der Stadtbefestigung. Seine Geschichte erzählt von der Entwicklung Gmünds – und genau diese Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart macht den Ort für uns so besonders.

Der Karpfen – Namensgeber einer Landschaft

Seit dem 13. Jahrhundert wurden im Waldviertel gezielt Teiche angelegt. Der Harabruckteich wird bereits im 16. Jahrhundert als „großer Haarpruckhen Teucht“ erwähnt. Neben der Fischzucht diente er auch der Wasserversorgung und dem Schutz der Stadt, unter anderem zur Speisung des Stadtgrabens.

Eine zentrale Rolle spielte dabei der Karpfen. Robust und anpassungsfähig, war er über Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil der regionalen Teichwirtschaft und gerade in den Fastenzeiten eine bedeutende Nahrungsquelle.

Abfischen – Handwerk mit Tradition

Drei bis vier Jahre braucht ein Karpfen, um heranzuwachsen. Dann beginnt das Abfischen: Der Teich wird langsam über den Zapfen entleert, die Fische sammeln sich an der tiefsten Stelle und werden mit Netzen und Keschern aus dem Wasser geholt, sortiert und weiterverarbeitet.

Was heute beinahe wie ein historisches Schauspiel wirkt, war über Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil des Lebens im Waldviertel. Das Abfischen war der Höhepunkt der Teichwirtschaft – mit viel Handarbeit und einem festen Rhythmus, der sich immer wiederholte.

Als die Eisenbahn den Teich veränderte

Auch die Geschichte der Eisenbahn hat ihre Spuren am Harabruckteich hinterlassen.

Nach dem Ersten Weltkrieg verlief die neue Grenze zwischen Österreich und der Tschechoslowakei mitten durch die Region. Der bisherige Gmünder Bahnhof und die Werkstätten lagen nun auf tschechoslowakischem Staatsgebiet. Auf österreichischer Seite mussten deshalb ein neuer Bahnhof und neue Bahnanlagen errichtet werden.

Dafür wurden Teile des Harabruckteiches aufgeschüttet und die Wasserfläche deutlich verkleinert. Aus ehemaligem Teichgrund entstanden neue Flächen für Gleise, Gebäude und Infrastruktur.

Von der Teichlandschaft zu den Harabruck Apartments

Und heute? Wieder hat sich dieser besondere Ort verändert.

Auf ehemaligen Teichflächen entstanden zunächst Anlagen der Staatsbahn des neuen Österreichs und später neue Räume zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Heute stehen hier die Harabruck Apartments – direkt am Ufer des Teiches und damit an einem Ort, an dem sich die Geschichte Gmünds auf besondere Weise widerspiegelt.

Unser Name „Harabruck Apartments“ ist deshalb bewusst gewählt: Er steht für diesen besonderen Ort, seine Geschichte und seine Entwicklung – von der historischen Teichwirtschaft bis zum modernen Wohnen von heute.

Wussten Sie schon?

Wasser für die Stadt
Über Jahrhunderte führte eine rund 500 Meter lange Holzrohrleitung vom Harabruckteich in die Stadt. Erst um 1908 wurde dieses System durch eine moderne Wasserleitung ersetzt.

Nutzung und Ordnung
Wasser war ein gemeinschaftliches Gut. Bei sogenannten Feldbeschauen wurden unter anderem Felder, Grenzen, Gräben und Wasserläufe kontrolliert. Eigenmächtige Veränderungen am Wasserlauf waren untersagt, wenn sie die Nutzung durch andere beeinträchtigten.

Woher kommt der Name „Harabruckteich“?
Der Name hängt vermutlich mit dem früheren Flachsanbau zusammen. „Haar“ bezeichnete Flachs – ein weiterer Hinweis darauf, dass der Teich nicht nur für die Fischzucht, sondern auch für handwerkliche und wirtschaftliche Nutzungen bedeutend war.

Zahlen & Fakten

Wasserfläche: rund 7,3 Hektar
Durchschnittstiefe: etwa 1 Meter
Tiefste Stelle: etwa 3 Meter
Teil eines Systems von 17 Teichen im Stadtgebiet Gmünd
Geschichte, die heute weiterlebt

Wer heute am Harabruckteich spaziert, sieht eine idyllische Landschaft. Doch unter und neben dieser Wasserfläche steckt eine bewegte Geschichte.

Die Harabruck Apartments tragen diesen Namen als Erinnerung an diesen besonderen Ort – und als Verbindung zwischen Gmünds Vergangenheit und seiner Zukunft.

Informationen zu Cookies und Datenschutz

Diese Website verwendet Cookies. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die mit Hilfe des Browsers auf Ihrem Endgerät abgelegt werden. Sie richten keinen Schaden an.

Cookies, die unbedingt für das Funktionieren der Website erforderlich sind, setzen wir gemäß Art 6 Abs. 1 lit b) DSGVO (Rechtsgrundlage) ein. Alle anderen Cookies werden nur verwendet, sofern Sie gemäß Art 6 Abs. 1 lit a) DSGVO (Rechtsgrundlage) einwilligen.


Sie haben das Recht, Ihre Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Sie sind nicht verpflichtet, eine Einwilligung zu erteilen und Sie können die Dienste der Website auch nutzen, wenn Sie Ihre Einwilligung nicht erteilen oder widerrufen. Es kann jedoch sein, dass die Funktionsfähigkeit der Website eingeschränkt ist, wenn Sie Ihre Einwilligung widerrufen oder einschränken.


Das Informationsangebot dieser Website richtet sich nicht an Kinder und Personen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.


Um Ihre Einwilligung zu widerrufen oder auf gewisse Cookies einzuschränken, haben Sie insbesondere folgende Möglichkeiten:

Notwendige Cookies:

Die Website kann die folgenden, für die Website essentiellen, Cookies zum Einsatz bringen:


Optionale Cookies zu Marketing- und Analysezwecken:


Cookies, die zu Marketing- und Analysezwecken gesetzt werden, werden zumeist länger als die jeweilige Session gespeichert; die konkrete Speicherdauer ist dem jeweiligen Informationsangebot des Anbieters zu entnehmen.

Weitere Informationen zur Verwendung von personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Website finden Sie in unserer Datenschutzerklärung gemäß Art 13 DSGVO.